Fund des ältesten Waldes der Welt. Otto Schiffarth Grauwacke-Natursteinwerk - Otto Schiffarth Grauwacke-Natursteinwerk

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Der älteste Wald der Welt


Calamophyton primaevus

Beim Aufschluß einer neuen Sohle in unserem Steinbruch kamen im Herbst 2008 fossile Pflanzenreste der Calamophyton zu Tage. In Zusammenarbeit mit dem Geologen Peter Giesen stießen wir auf mindestens 2 komplette, bis ca. 1,5 m hohe Pflanzen, welche von den Wurzeln bis zur Krone im Gestein eingebettet waren.

Ein ca. 2,5 m langer Gesteinsblock wurde im Frühjar 2009 geborgen und durch den Geologen präpariert.

Weylandia rhenana

Im Jahr 2012 wurden teilweise vollständig erhaltene, in unterschiedlichen Wachstumsstadien befindliche Pflanzen der Gattung Weylandia gefunden, welche eine Größe bis 1,2 m aufzeigen. Diese Pflanze mit farnartigem Laub ist bisher noch nie im unteren Mitteldevon angetroffen worden.

Bei weiteren Untersuchungen zusammen mit dem Paläontologen Dr. Hans-Martin Weber stellte sich heraus, dass die fossilen Reste in weitflächigeren Horizont zu finden sind, was darauf hindeutet, dass die baumartigen Pflanzen auf einer niedrigen Insel wuchsen und durch ein katastrophales Ereignis überschwemmt und eingebettet wurden.
Das Vorhandensein von z. B. Fossilien des Panzerfisches in dieser Schicht unterstreicht diese These.

Aufgrund der flächigen Ausdehung des ca. 390 Millionen Jahre alten Bewuchses ist der Beweis für die Existenz des ältesten Waldes der Welt erbracht.

Calamophython Wald Rekonstruktionszeichnung
Calamophyton-Wäldchen
(Rekonstruktionszeichnung des Geologen Peter Giesen)
Hierdurch ist ein einzigartiger Einblick in die Flora des Mitteldevons möglich.
Dieser Sensationsfund wurde vom 5. September 2015 bis 03. April 2016 in der Archäologischen Landesausstellung NRW im LVR-LandesMuseum Bonn im Rahmen der Sonderausstellung “Revolution Jungsteinzeit” ausgestellt.

Die wissenschaftliche Ausarbeitung zu diesen Funden wurde von Herrn Giesen in den Chicago Journals im Jahr 2013 veröffentlicht.
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